Bögel: Gleiches Geld für gleiche Arbeit

Claudia Bögel, MdB
Kreis Steinfurt. Gleiches Geld für gleiche Arbeit muss nach Ansicht der FDP-Bundestagsabgeordneten Claudia Bögel, selbstverständlich sein. „Gehaltsunterschiede bei gleicher Qualifikation und Berufserfahrung sind nicht hinnehmbar“, erklärt die Wirtschaftspolitkerin anlässlich des „Equal Pay Day“ am 21. März 2013.
Die Mittelstandsbeauftragte der FDP-Bundestagsfraktion fordert, die vielfältigen Ursachen für Gehaltsunterschiede endlich anzugehen. Dazu gehöre auch die Frage, warum klassische Frauenberufe etwa im sozialen und medizinischen Bereich häufig niedriger entlohnt werden als traditionelle Männerberufe. Es kann nicht angehen, dass Frauen im Durchschnitt drei Monate länger arbeiten müssen, um ebenso viel Geld zu verdienen wie Männer innerhalb eines Jahres. Allerdings besteht nach Aussage von Claudia Bögel kein Zweifel, „dass längere familienbedingte Auszeiten häufig die Karriere von Frauen ausbremsen“.


Die FDP-Kreisvorsitzende verweist auf das Institut der deutschen Wirtschaft, wonach allein familienbedingte Erwerbszeiten und Teilzeitarbeit 56 Prozent des Lohnunterschieds ausmachen. „Weder staatlich verordnete Frauenquoten noch Eingriffe in die Gehaltsstrukturen lösen dieses Problem“, so die FDP-Abgeordnete. Gerade im ländlichen Raum sei daher eine gute Betreuungsinfrastruktur für gleiche Karriere- und Verdienstchancen wichtig. Die christlich-liberale Koalition habe mit dem milliardenschweren Paket zum Ausbau der Kinderbetreuung und dem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab dem ersten Lebensjahr die nötigen Voraussetzungen geschaffen. Jetzt seien die Kommunen und Unternehmen in der Pflicht, dies umzusetzen und für familienfreundliche Arbeitszeitbedingungen zu sorgen.
Claudia Bögel appelliert an alle Frauen, konsequent ihre Rechte einzufordern und bei Gehaltsverhandlungen selbstbewusst aufzutreten. „Viele Frauen pokern im Berufsleben zu wenig und treten im Vergleich zu Männern viel zu bescheiden auf“, weiß die FDP-Politikerin.