Claudia Bögel besucht Finanzamt Steinfurt

 

Claudia Bögel, MdB besucht Finanzamt Steinfurt
Steinfurt. Natürlich fiel der Name Uli Hoeneß beim Treffen der mittelstandspolitischen Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Claudia Bögel und Ulrich Eisenack, dem Vorsteher des Finanzamtes Steinfurt. „Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt“, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig, zu denen Elisabeth Rath-Markert und Andreas Benesch von der Finanzbehörde sowie Franz Kohne von der Steinfurter FDP gehörten. Wer mit krimineller Energie arbeite, so der Tenor, der müsse auch nach den gesetzlichen Vorgaben bestraft werden.


Familienfreundlich sei das Finanzamt, erfuhren die Besucher. Zu den rund 280 Mitarbeitern zählten viele Teilzeitkräfte, die so Familien und Beruf vereinbaren könnten. Das begrüßte Claudia Bögel. Insbesondere Frauen wüssten das zu schätzen, so die Wirtschaftspolitikerin, parallel zur Familienphase weiterhin Kontakt in den Beruf zu halten. Im Münsterland gibt es nach ihrer Aussage immer mehr Firmen, die aktiv dazu beitragen, dass die gut ausgebildeten Frauen auch nach der Geburt eines Kindes teilweise sogar von zu Hause weiterarbeiten könnten.
Es seien die gut aufgestellten mittelständischen Betriebe, die das Münsterland ausmachten und die sorgten sich mehr und mehr um ihre Mitarbeiter und auch um den Nachwuchs, weiß Claudia Bögel aus vielen Gesprächen mit Unternehmern. Dem stimme Eisenack uneingeschränkt zu. Das Münsterland gehöre zu den am schnellsten wachsenden Regionen Deutschlands, erklärte er mit Verweis auf die steigenden Steuereinnahmen. „Mittelständler denken in Generationen, nicht in Quartale“, verdeutlichte Claudia Bögel und informierte, dass die allermeisten Firmen erfolgreich Nischen für sich entdeckt hätten. Diese Spezialisierung sorge für sichere Absatzmärkte und damit auch für sichere Arbeitsplätze. „Dennoch fehlen schon heute in vielen Berufsfeldern gut ausgebildete Nachwuchsleute. Bundesweit sind das allein im Bereich der naturwissenschaftlich-technischen Berufe heute bereits 95 000 Fachleute“, so die Wirtschaftspolitikerin. Von Ulrich Eisenack erfuhr sie, dass auch das Finanzamt schon heute über eine Unterrichtsreihe in Schulen tätig ist. Dabei wird über Steuern ebenso informiert wie darüber, wofür die Einnahmen genutzt werden. „Auf diesem Wege motivieren wir auch Schüler, sich bei uns als Auszubildende zu bewerben“, informierte Eisenack.
„Die von SPD und Grünen im Falle eines Wahlsieges angekündigten Steuererhöhungen von jetzt schon 45 Milliarden Euro werden den Mittelstand direkt treffen, weil er mit 49 Prozent höher besteuert werden soll als etwa die Großindustrie, von der nur 30 Prozent verlangt werden sollen“, erklärte Claudia Bögel unter dem zustimmenden Nicken der Anwesenden. Steuern seien wichtig, strich Elisabeth Rath-Markert. Dennoch sollte die Politik vor jedem Drehen an der Steuerschraube überlegen, ob es nicht noch Einsparpotenzial gebe. Zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland seien Steuererhöhungen kontraproduktiv, erklärte Claudia Bögel. Die Folge sei ein Abbau von Arbeitsplätzen. Auch die Zahl der Firmenneugründungen werde stark zurückgehen, ist sie überzeugt.
„Zu den Nachwuchsschmieden in Sachen Selbstständigkeit gehört im Kreisgebiet insbesondere die FH Steinfurt. Hier wird in ganz enger Verzahnung mit der Wirtschaft sehr erfolgreich gearbeitet und geforscht“, waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig. Überrascht zeigte sich Claudia Bögel, dass auch das Finanzamt Existenzgründern mit Rat und Tat zur Seite steht. „Das ist wichtig, um ja keine gesetzlichen Bestimmungen zu übersehen und Fristen zu verpassen“, erklärte der Vorsteher des Finanzamtes. „Ansonsten könnte es mit der Selbstständigkeit schneller vorbei sein als man denkt“, ergänzte Andreas Benesch.