Emsdetten: Claudia Bögel besucht Gitterstar

Claudia Bögel mit Liberalen bei Gitterrstar
Emsdetten. Gitterrost ist noch längst nicht gleich Gitterrost. Das erfuhr die FDP-Bundestagsabgeordnete Claudia Bögel beim Besuch der Firma GitterStar an der Gutenbergstraße. Geschäftsführer Karlheinz Martin hieß die mittelstandspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, die von den Ratsmitgliedern Ingeborg Krüper und Hubert Klodt sowie Florian Wittrock, dem Vorsitzenden der Jungliberalen im Kreis Steinfurt, begleitet wurde, gemeinsam mit seiner Gattin Petra Martin willkommen. Sie ist im Unternehmen zuständig für Personalwesen und Buchhaltung.


Bei einem Rundgang durch das Unternehmen stellten die Gäste sehr schnell fest, dass Gitterroste nicht nur als Fußabtreter zum Einsatz kommen, sondern beispielsweise als Sonnenschutzgitter, Treppenstufen, Regalanlagen und als Laufstege in großen Industrieanlage wie Kraftwerke, Raffinerien und Chemieanlagen . „Gefertigt wird bei uns im Haus nach normierten Standards und nach individuellen Wünschen der Kunden“, so Karlheinz Martin.
Besonders erfreut zeigte sich Claudia Bögel, als sie erfuhr, dass bei GitterStar ausgebildet wird. Aktuell wird ein Sonderschüler in den Betrieb eingegliedert. Ziel ist es, auch ihn langfristig an das Unternehmen zu binden. „Ausbildung ist nicht nur wichtig, sondern unverzichtbar“, strich die FDP-Wirtschaftspolitikerin mit Blick auf den Fachkräftemangel auch im Münsterland heraus.
Petra Martin verwies darauf, dass GitterStar bereits jetzt Mitarbeitern der Verwaltung die Möglichkeit biete, einen Teil der Wochenstunden über einen direkten Anschluss ans Glasfaserkabel von zu Hause aus zu erledigen. Das sei vorbildlich, lobte Claudia Bögel, die sich als Beauftragte der Bundestagsfraktion für IT-Kommunikation für einen schnellen und zügigen Ausbaus des superschnellen Internets auch auf dem Land einsetzt. „Bei uns im Kreis Steinfurt sorgen viele kleinen Firmen bis hin zu lokalen Stadtwerken dafür, dass immer mehr Unternehmen und auch Privatinteressenten an die Datenautobahn angeschlossen werden können“ ist die Beauftragte der FDP-Bundestagsfraktion für IT-Kommunikation froh, dass den Firmen im nationalen wie im internationalen Wettbewerb keine Nachteile entstehen.
Natürlich äußerten Karlheinz Martin und seine Gattin Petra Wünsche an die Politik. Die Bürokratie in den Unternehmen müsse dringend abgebaut werden, forderten sie mit Blick darauf, dass jeder Arbeitsschritt heute dokumentiert werden müsse. Bei einem Betrieb mit 27 Mitarbeitern müsse man heute schon fast einen Mitarbeiter komplett für diese Tätigkeit abstellen, informierte Petra Martin. Das sei nicht tragbar! Insgesamt gehe die in erster Linie von der EU betriebene Bürokratisierung in den Betrieben viel zu weit.
Bei Claudia Bögel und ihren Begleitern fand das Unternehmer-Ehepaar mit seiner Forderung uneingeschränkte Unterstützung. „Ich halte die Fahne für den Mittelstand hoch“, erklärte die Bundestagsabgeordnete. Die Forderung von SPD und Grünen nach Steuererhöhungen für den Mittelstand lehnt auch sie uneingeschränkt ab. „Ein Umsetzen dieser Pläne zieht zu viel Kapital aus den Betrieben, macht sie letztlich kaputt“, warnt Claudia Bögel vor diesen abstrusen Ideen, „die vielen Beschäftigten den Arbeitsplatz kosten werden“. Die Welt beneide Deutschland um diesen erfolgreichen Mittelstand, der zumeist über den Bedarf hinaus erfolgreich ausbilde und für ein ständiges Nachrücken von Fachleuten sorge. „Da müssen wir nicht hingehen und dem Mittelstand das Rückgrat brechen“, monierte die FDP-Politikerin. Sie erinnerte daran, das Rot und Grün sich schon jetzt darauf verständigt hätten, nach einem Wahlsieg am 22. September Steuererhöhungen auf breiter Ebene vorzunehmen. Momentan liege die Latte bei 43 Milliarden Euro, so die Wirtschaftspolitikerin aus Steinfurt. Betroffen seien alle Schichten quer durch die Bevölkerung wie auch der Mittelstand. Nur die Großunternehmen, so Claudia Bögel, die wollten SPD und Grüne schonen und sogar entlasten. Dafür habe sie keinerlei Verständnis, denn diese wenigen Firmen bildeten zumeist nicht einmal aus, sondern besorgten sich ihre Fachkräfte beim Mittelstand.