FDP Kreistagsfraktion hinterfragt die Impfsituation bei Flüchtlingen in unserem Kreis

 

Pressemitteilung vom 10.9.2015

 

In einer Anfrage an die Kreisverwaltung hat die FDP-Kreistagsfraktion die Impfsituation bei Flüchtlingen hinterfragt. Grund für die Anfrage ist, dass alle Flüchtlinge das Recht auf die gleiche gesundheitliche Versorgung haben, wie Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung. Gerade die notwendige Unterbringung in Sammelunterkünften birgt aber besondere Risiken für das Auftreten und die schnelle Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Dagegen kann mit der Durchführung von Schutzimpfungen eine wesentliche Vorsorge getroffen werden.

 

Dazu sagt der gesundheitspolitische Sprecher der liberalen Kreistagsfraktion Dr. Ekkehard Grützner, der selbst als Hausarzt in Wettringen niedergelassen ist:        "Jetzt steht die Grippesaison vor der Tür, die Hausarztpraxen fangen an, ihre Patienten mit den jährlichen Impfungen entsprechend zu versorgen. Wir möchten daher von der Kreisverwaltung wissen, wie sie den gleichen Schutz jetzt bei den Menschen sicher stellt, die in oft höchster persönlicher Not Schutz bei uns suchen. Und mit der Grippeimpfung ist es ja nicht getan, weitere Impfungen müssen gegebenenfalls auch durchgeführt werden."

 

Darüber hinaus bestehen auch weitere Gesundheitsrisiken für die Menschen der verschiedenen Ethnien bei so engem Zusammenleben, die bedacht werden müssen. Welche Infektionskrankheiten können aus den unterschiedlichen Regionen wieder aufflackern (z.B. die Tuberkulose oder auch die Diphtherie), wie kann hier Vorsorge und wie kann Infektionsschutz betrieben werden, welche Impfungen sind möglich, welche erforderlich und wie sind diese Maßnahmen finanziert?

 

Grützner verweist dabei auf die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission der Bundesregierung (STIKO), die in ihrem Impfkalender die entsprechenden Empfehlungen zusammengefasst hat. Außerdem verweist er auch auf den Masernausbruch in Berlin im Frühsommer, der einem Kind das Leben gekostet hat. In der Konsequenz möchte die Kreistagsfraktion der Freien Demokraten von der Gesundheitsverwaltung im Kreis wissen, wie sie aufgestellt ist und wie sie diese Aufgaben durchführt und ob hier schon Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Ärzteverbänden vor Ort oder den Hausärzten geführt worden sind, die diese Maßnahmen unterstützen könnten.