FDP tankt Zuversicht

 

Alexander Graf LambsdorffBögel ,,Es gibt keine Leihstimmen" / ,,Abwehrbollwerk"

-des- RHEINE/KREl5 STEINFURT.
Bei der Bundestagswahl im September möchte die FDP ein ernstes Wörtchen mitzureden haben. Auf dem Kreisparteitag in Rheine, den der Europaabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff für eine Motivationsansprache nutzte, unterstrichen die Liberalen ihre Funktion als ,,Abwehrbollwerk". ,,Die FDP hat Erfolge, nur darüber schreibt niemand", sagte Lambsdorf. die Ernennung Joachim Gaucks zum Bundespräsidenten, die Aussetzung der Wehrpflicht sowie die stetigen Bemühungen der Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger als,,Schutzengel der Bürgerrechte" verbuchte der Parlamentarier als Parteierfolge.

Die SPD hingegen stoße lediglich diffuse Debatten an. ,,Man sieht, was durch solche sozialistischen Ideen passiert - Gerard Depardieu wird Russe", spottete Lambsdorff. Kreisverbandsvorsitzende Claudia Bögel (MdB) beschwichtigte in der Diskussion um die so genannten ,,Leihstimmen". ,,Leihstimmen gibt es nicht. Wir haben mündige Bürger. Wenn sie taktisch wählen, unterstreicht das ihre Intelligenz", so Bögel. Die CDU rutsche immer weiter nach links; doch die FDP bleibe standhaft. Sie verwies auf die Erfolge bei den vergangenen Landtagswahlen in NRW und Niedersachsen. ,,Ich bin mir sicher, dass unser Land nicht so aussehen würde, wenn es die FDP nicht gäbe", sagte die 5l-Jährige, die von ihren Parteikollegen zur Delegierte für den Bundesparteitag im Mai gewählt wurde. Begleitet wird sie dabei vom Bezirksgeschäftsführer Ulrich Hoyer, dem stellvertretenden Kreisverbandsvorsitzenden Carsten Antrup, dem Grevener FDP-Vorsitzenden Jürgen Mußmann sowie Alexander Brockmeyer von den Jungen Liberalen Rheine. 

Kreisvorstand


Hans-Jürgen Streich, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, ging in seinem Bericht gesondert auf das Thema Inklusion in Schulen" ein. Es handele sich um ein kompliziertes Thema, weshalb man zunächst einmal die Rahmenbedingungen des Landes kennen müsse. Bezirksvorsitzender Gerhard Stauf bezeichnete dies als „größte Herausforderungen für die Kommunen in den kommenden Jahren.“, Was die kommende Bundestagswahl betrifft, sei er sehr zuversichtlich.

Lambsdorff äußerte sich zurückhaltender: ,,Die Umfragen sind noch ein bisschen mau. Da müssen wir noch ein bisschen was schaffen,,, sagte der –EU-Abgeordnete und fügte gleich ein Sprichwort hinzu, dass der Trainer seines Lieblingsvereins, 1.FC Köln, zu sagen pflegt: ,,Lieber der mit dem Gewehr sein, als das Wildschwein."

Quelle: IVZ 5.3.2013