Gas geben und dranbleiben

Aus IVZ am 25.11.2013

 

Berieten über die Weiterführung der Westumgehung Laggenbeck (v.l.): Christof Rasche, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Streich, Vorsitzender der Liberalen in Ibbenbüren und Hubert Hoppe, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Laggenbecker Verkehrschaos“.Claus Kossag-ck- LAGGENBECK. Sie haben sich gegenseitig versprochen, dranzubleiben an dieser Sache: FDP-Vertreter aus Ibbenbüren, Kreis und Land haben in der vergangenen Woche mit der Bürgerinitiative „Laggenbecker Verkehrschaos“ über die Fortführung der Westumgehung Laggenbeck (K24  n) gesprochen. Gemeinsame Überzeugung: Das zweite Teilstück zur Osnabrücker Straße (L  501) muss unbedingt gebaut werden.

„Was ist zu machen, die K24  n so anzuschieben, damit ab 2015 gebaut werden kann?“, fragte Hans-Jürgen Streich, Vorsitzender der Liberalen in Ibbenbüren, beim Treffen im Eiscafé Il Gabbiano in Laggenbeck. Christof Rasche, verkehrspolitischer Sprecher der FDP im Landtag in Düsseldorf, riet dazu, jetzt nicht locker zu lassen: „Sie müssen nach dem Planfeststellungsbeschluss unbedingt versuchen, 2015 zu bauen, spätestens 2016.“ Dafür müsse das Land gewonnen werden – und der Kreis. Kein leichtes Unterfangen, wo im Land doch Straßen-Neubaumaßnahmen gerade nicht hoch im Kurs stehen und beim Kreis just eine Priorisierung der einzelnen Projekte von den Kommunalpolitikern abgelehnt wurde. Doch Rasche blieb trotz aller Probleme dabei: „Sie müssen Gas geben und dranbleiben.“ Keine Frage war in der Runde, dass es ohne eine 60-prozentige Landesförderung nicht gehen wird. Die anderen 40 Prozent des Neubaus teilen sich die Stadt Ibbenbüren und der Kreis Steinfurt.

Rasche riet dazu, die örtliche SPD und die Sozialdemokraten im Kreis mit einzubeziehen, um bei der Landesregierung vorstellig zu werden. Und dann müssten Termine mit den Abteilungsleitern im Ministerium in Düsseldorf und bei der Bezirksregierung gemacht werden.

FDP-Kreistagsmitglied Reinhard Lah erklärte, im Verkehrsausschuss des Kreises sei einstimmig beschlossen worden, so schnell wie möglich die Planfeststellung für die K24  n auf den Weg zu bringen. Die könnte im April/Mai 2014 erfolgt sein. Mit Blick auf die Zechenschließung 2018 und den damit verbundenen Strukturwandel in der Region sei die K24  n von großer Bedeutung. Es müsse eine durchgehende Verbindung von der Autobahn bis zur L  501 geben, so Lah.

Hubert Hoppe, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Laggenbecker Verkehrschaos“, verwies darauf, dass eine Entlastung des Laggenbecker Ortskerns durch die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts (bis zum Kreisel bei Löbke) nicht eingetreten sei. Auch hier gelte, dass die Westumgehung nur Sinn macht, wenn der zweite Abschnitt kommt. Und zwar über die bereits beschlossene Linienführung, die Variante „Kümperweg“, westlich an der Siedlung vorbei hinauf auf den Berg. Wenn das Vorhaben konkret wird, müssten zuallererst die Grundstücksfragen geklärt werden, so Streich.