"Geld auf dem Kreditmarkt besorgen"

FDP Kreistagsfraktion macht neue Vorschläge zum Erhalt des Marienhospitals

Aus IVZ am27.1.2016
Kreis Steinfurt / Borghorst. Mit Interesse verfolgt die Kreistagfraktion der FDP die aktuelle Diskussion um den Brief des Landrats Dr. Effing an die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, mit dem Appell, finanzielle Hilfen für das angeschlagene Marienhospital in Steinfurt-Borghorst zur Verfügung zu stellen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Dr. Ekkehard Grützner (Wettringen), führte dazu aus: "Der aktuelle Haushalt des Landes macht eine Unterstützung des Marienhospitals unwahrscheinlich. Dennoch zeige der Brief des Landrats auf, wie angespannt die Situation um das Marienhospital in Borghorst weiterhin sei. Und er nimmt völlig zu Recht die Ministerpäsidentin und die zuständige Fachministerin mit in die Pflicht zur Lösung der bestehenden Probleme!"

Die FDP anerkennt jedoch die Schwierigkeiten, die sich aus den bindenden rechtlichen Vorschriften für die Hilfsmöglichkeiten der Landesregierung ergeben. Dennoch: Vielleicht gibt es eine andere Möglichkeit für die Unterstützung der Rettungsbemühungen. Die Freien Demokraten im Kreistag schlagen als Unterstützung der Rettungsbemühungen vor, die Betreibergesellschaft des MHB solle sich die fehlenden Mittel auf dem freien Kreditmarkt beschaffen. Damit ein wirtschaftlich tragfähiges Gesamtkonzept dazu entstehe, soll an das Krankenhaus in Borghorst ein Teil der in Emsdetten gestrichenen Betten im Rahmen der Landesplanung übertragen werden und so die wirtschaftliche Position des MHB weiter verbessert werden. Ziel dieser Zwischenfinanzierung auf dem freien Finanzmarkt soll sein die notwendigen Infrastrukturverbesserungen (Bau eines neuen Bettenhauses und Modernisierung des alten Bettenhauses) zu ermöglichen.

Wenn es dann noch gelingt, die Landesregierung und das Bistum gemeinsam davon zu überzeugen, dass sie zwar kein Geld für diese Maßnahmen bereit stellen müssen, aber ihre Bereitschaft zur Übernahme einer Ausfallbürgschaft zu je gleichen Teilen zu erreichen, wäre das Bestehen des Marienhospital in Borghorst endgültig abgesichert.

„An diesem Weg arbeiten wir gerne mit“, betont Grützner. Die Kreistagsfraktion sei sich allerdings sehr bewusst, dass dieser Weg nicht allein von der Politik vorbereitet und gegangen werden könne.