Hospital: Kreis-FDP kritisiert das Bistum

aus IVZ am12.4.2016
kreis Steinfurt. Die Abgeordneten der FDP Kreistagsfraktion haben sich mit Ratsmitgliedern ihrer Partei aus allen Kommunen des Kreises Steinfurt getroffen. Anlass war ein Gedankenaustausch zur finanziellen Situation des Marienhospitals Borghorst und zur Gewährung eines Zuschuss in Höhe von 2,5 Millionen Euro durch die Kreisverwaltung zur endgültigen Bestandssicherung des Hauses. Dieser Betrag war durch die UKM zur Bedingung gemacht worden, als die Geschäftsbesorgung für das Krankenhaus in Borghorst in die Hände der Universitätsklinik übergegangen war.

Einig waren sich alle Teilnehmer der Konferenz darin, dass das Krankenhaus von entscheidender Bedeutung für die Sicherstellung der stationären Versorgung für den Kreis ist. Einigkeit bestand auch in der Einschätzung, dass ein Ausscheiden der UKM aus der Geschäftsbesorgung am Ende zu einer größeren finanziellen Belastung des Kreises und seiner Kommunen führen würde.

Einigkeit bestand aber auch in dem Unmut über die Tatsache, dass sich das Bistum nicht weiter an einer finanziellen Sanierung beteiligen will. Hier wurde von den Teilnehmern der Konferenz angeregt, noch einmal Verhandlungen mit der Diözese über eine weiter gehende Beteiligung aufzunehmen.

Dennoch wird die FDP Fraktion unabhängig von diesen Faktoren der Gewährung des geforderten Zuschuss letztendlich unter der Bedingung zustimmen, dass die Gewährung dieses Betrages als reiner Betriebskostenzuschuss Verwendung findet und sichergestellt wird, dass weitere Zuschüsse nicht mehr gewährt werden.