JuLis NRW ziehen mit einem Rheinenser in den Wahlkampf

Alexander Brockmeier aus Rheine ist nach dem Landesvorsitzenden Moritz Körner der zweite Spitzenkandidat der Jungen Liberalen NRW für die kommende Landtagswahl. Beim Landeskongress in der Stadthalle Rheine erhielt er 85 Prozent der Stimmen. 

Über 200 Delegierte der Jungen Liberalen NRW tagten am Wochenende im Rahmen des 86. Landeskongresses in der Rheiner Stadthalle - Foto: Klaus Dierkes Mit einer leidenschaftlichen und sehr persönlichen Rede hat Moritz Körner, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen NRW, die Teilnehmer des 86. Landeskongresses am Samstag auf die Landtagswahlen NRW am 14. Mai 2017 eingestimmt.

Der 27-jährige Politikstudent sah klare Defizite unter anderem in der NRW-Wirtschaftspolitik, in der Verkehrsinfrastruktur und im Bildungssystem. „In NRW sind immer noch über 100 Schulleiterstellen vakant. Stellt euch vor, ein Unternehmen hätte keinen Chef. Wie soll das gehen?“, stellte er in den Raum. Die JuLis wollen aber auch rechtsextremen Kräften wie der AfD Paroli bieten. Dass hier inzwischen wieder offen mit Begriffen wie „völkisch“ operiert werde, sei ein Unding, so Körner. Dies waren nur einige von über 80 Themen, mit denen die JuLis gemeinsam mit der NRW-FDP in den Wahlkampf für die Landtagswahlen am 8. Mai 2017 ziehen wollen.

85 Prozent für Brockmeier

Spitzenkandidaten der Jungen Liberalen NRW zur Landtagswahl am 14. Mai 2017 (v. l.): Moritz Körner, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen NRW, und Alexander Brockmeier aus Rheine. - Foto: Klaus Dierkes Einer der wichtigsten Punkte auf der umfangreichen Tagesordnung am Samstag war die Wahl der beiden Spitzenkandidaten zur Landtagswahl. Auf Platz 1 war Moritz Körner gesetzt: 72 Prozent der 201 wahlberechtigten Delegierten gaben ihm ihre Stimme. Spitzenkandidat Nummer zwei kommt aus Rheine: Alexander Brockmeier, Mitglied im Kreisvorstand der Jungliberalen Steinfurt, Kreisvorsitzender der FDP Steinfurt und stellvertretender Bezirksvorsitzender der FDP Münsterland, erhielt 85 Prozent der Stimmen. In einer rund zehnminütigen Rede hatte sich der 23-jährige Jurastudent den Delegierten vorgestellt. Ein Schwerpunkt seiner Rede war die ungenügende Personal- und Sachausstattung der Polizei NRW, die eine „katastrophale Kriminalitätsrate mit noch katastrophalerer Aufklärungsquote“ zur Folge habe. Scharf kritisierte er auch die Bildungspolitik in NRW, die dem bevölkerungsreichsten Bundesland inzwischen einen Platz im unteren Drittel beschert habe. Außerdem geißelte Brockmeier wachsende Verschuldung, eine schlechte Infrastruktur und überbordende Bürokratie sowie die zunehmende Belastung der Bürger mit Abgaben und Steuern. Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die von ihm initierte, allerdings gescheiterte Petition gegen die Erhöhung der Grundsteuer B in Rheine mit über 7000 Unterschriften im vergangenen Jahr.

Mit seinem Abschneiden bei der Wahl zeigte sich Brockmeier mehr als zufrieden. „Mit einem so deutlichen Ergebnis hatte ich nicht gerechnet“, sagte er. Wie in der Versammlung deutlich wurde, hatte es im Vorfeld Unstimmigkeiten wegen weiterer Kandidaten gegeben.

Autor: Klaus Dierkes
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