LWL-Klinik Lengerich sorgt sich um männlichen Nachwuchs

Leiterin des Pflegezentrums Kunigunde Hundt (2.v.li.), gesundheitspolitischer Sprecher und stellv. Fraktionsvorsitzender Dr. Thomas Reinbold (3.v.li.), Heike Falkenstein-Sorg (5.v.li.), Stephen Paul (7.v.li.), Alexander Brockmeier (9.v.li), jugendpolitische Sprecherin Marion Rikels (7.v.re.),  LWL-Baudezernentin Judith Pirscher (4.v.re.) und weitere Mitglieder der FDP-FW-Fraktion im LWL Die FDP-FW-Fraktion im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) besuchte kürzlich die LWL-Klinik in Lengerich. Begleitet wurden sie vom FDP-Kreisvorsitzenden im Kreis Steinfurt, Alexander Brockmeier. Im Gespräch mit der Klinikleitung,  dem Ärztlichen Direktor  Dr. Christos Chrysanthou, der Kaufmännischen Direktorin Heike Falkenstein-Sorg und der Pflegedirektorin  Mechthild Bischop, erfuhren die LWL-Vertreter viel über die stationäre und ambulante Gesundheitsversorgung des Fachkrankenhauses. 

Die fachliche Kompetenz durch qualifizierte Mitarbeiter sowie eine umfassende Begleitung und Betreuung ist die Basis einer hochwertigen Behandlung der Patientinnen und Patienten, machte die Klinikleitung deutlich. Doch die Klinikleitung wies auch darauf hin, dass den psychiatrischen Kliniken in Deutschland männliche Nachwuchskräfte fehlen. Psychologie sei ein begehrtes Studienfach, wird aber überwiegend von weiblichen Studenten belegt.

Wer hier die Studienzulassung schaffen will, muss in der gesamten Oberstufe sehr gute Noten in allen Fächern erreichen. Denn der Numerus Clausus liegt bei 1,0 bis 1,5 und werde meist nur von jungen Frauen erreicht. Es brauche aber ein ausgewogenes Verhältnis von weiblichen und männlichen Therapeuten für die Patienten, erläuterte die Klinikleitung.

„Für diesen Hinweis sind wir dankbar“, griff FDP-FW-Fraktionsvorsitzender Stephen Paul die Problematik auf. Es handele sich um ein gutes Beispiel für die falsche Bildungspolitik von Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen. Ein großer Teil gerade der männlichen Schüler brauche mehr Zeit bis zum Abitur. Daher sei der Vorschlag der Freien Demokraten richtig, den Schulen die Möglichkeit zu geben, sich für eine neunjährige Schulzeit bis zur Abschlussprüfung zu entscheiden. Stephen Paul: „Außerdem stellt sich mir die Frage, ob ein so hoher NC für die Zulassung für das Studienfach Psychologie zwingend erforderlich sein muss?“

Im Anschluss an das Fachgespräch mit der Klinikleitung besichtigte die FDP-FW-Fraktion das neu errichtete "Peter-Joseph Lenné"-Pflegezentrum an der LWL-Klinik.

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Fraktionsvorsitzender Stephen Paul                     Mobil 0176 / 83 01 82 01