Zweistellig für die Liberalen

FDP­Trio kämpft für seine Überzeugungen und dafür, dass Kommunen mehr Eigenständigkeit erhalten

DIRK DRUNKENMÖLLE Kreis Steinfurt

Die Kandidaten des Kreises Steinfurt für den Landtag in NRW: Alexander Brockmeier, Wiebke Reerink, Dr. Ekkehard Grützner Auf die Frage nach ihren Chancen, in den NRW­Landtag einzuziehen, antworten die drei mit einem Lächeln. „Wir müssen uns doch nichts in die Tasche lügen“, sehen Wiebke Reerink, Alexander Brockmeier und Dr. Ekkehard Grützner der Realität ins Auge. Da muss schon ein gewaltiger Erdrutsch bei den NRW­Wahlen passieren, dass dieses Trio, das in den Steinfurter Wahlkreisen seinen Hut für die FDP in den Ring wirft, direkt oder über die Liste ins Düsseldorfer Parlament einzieht. Gleichwohl lassen sich die Drei nicht entmutigen, für ihre Ziele und Überzeugungen einzutreten. Sie wollen ihren Beitrag dazu leisten, dass die FDP am 14. Mai drittstärkste politische Kraft in NRW und die rot­grüne Koalitionsregierung abgelöst wird. „Zweistellig ist das Ziel“, erklärt Grützner mit aller Entschlossenheit. Insbesondere nach dem Bundesparteitag in Berlin sehen sich auch die Liberalen in NRW gestärkt und im Aufwind. Brockmeier: „Wir werden uns ins Zeug legen.“ Grützner (Wahlkreis 81, Steinfurt I), Brockmeier (WK 82, ST II) und Reerink (WK 83, ST III) verkörpern ganz unterschiedliche Charaktere. Sie alle eint die urliberale Überzeugung, jedem die Freiheit zu geben, seine Ideen eigenverantwortlich zu verwirklichen. „Die Politik steuert zu viele Dinge“, treten sie für den Abbau von staatlichem Einfluss ein. „Vieles regelt sich von alleine“, so die FDP­Vertreter. Sie wollen vor allem Haushaltskonsolidierung, Abbau von Bürokratie und mehr Freiheit für die Märkte. Als Arzt bringt Grützner natürlich seine Erfahrungen ein, wenn es um Gesundheitspolitik geht. Dass die medizinische Versorgung auf dem Land gesichert, ausgebaut, mehr Allgemeinmediziner ausgebildet und ausreichend Pflegeplätze geschaffen werden, dafür will er kämpfen. Brockmeier liegen Bildungs­, Infrastruktur­ und Sicherheitsthemen am Herzen. Jeder Schüler soll unabhängig vom Einkommen und der Herkunft der Eltern an Bildung teilhaben, die Förderschule erhalten bleiben. Wichtig ist ihm, dass auch in der Fläche die Digitalisierung vorangetrieben wird, der Mittelstand als Motor der Wirtschaft gestärkt und die Abwanderung junger Fachkräfte gestoppt wird. Reerink setzt sich insbesondere für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mehr Kita­Plätze und dafür ein, dass die Infrastruktur ausgebaut wird. Flexible Arbeitszeit braucht flexible Betreuung, sagt sie. Und: „Nicht Pendler sollten früher aufstehen, sondern die Regierung.“ Der Handlungsbedarf sei in vielen Bereichen groß, lenkt das FDP­Trio seinen Fokus auch auf den Kreis Steinfurt. Rot­Grün habe reihenweise Dörfer von der Landesentwicklung ausgegrenzt, fordern Reerink, Grützner und Brockmeier mehr Freiheiten für die Kommunen, sich eigenständig entwickeln zu können. Grund­ und Erwerbsteuern sollen eine automatische Bremse bekommen, der Solidaritätszuschlag abgeschafft, Landwirten mehr unternehmerische Spielräume gewährt werden. Das sind nur einige von vielen Punkten auf dem FDP­Programmzettel für regionalen Fortschritt. 5.5.2017 Zweistellig für die Liberalen. „Aber egal, welche demokratische Partei die Menschen wählen, wichtig ist, dass sie von ihrem Recht Gebrauch machen“, rufen die FDP­Politiker die Bevölkerung auf, am 14. Mai insbesondere die Demokratie und natürlich die Freiheit zu stärken. | www.alexander-brockmeier.de | www.ekkehard-gruetzner.de | www.wiebke-­reerink.de