Aktionsbündnis springt beim Flughafen zu kurz

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Aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 05. Dezember 2020:

KREIS STEINFURT. In einem offenen Brief hat das „Aktionsbündnis FMO Ausstieg jetzt“ jetzt erneut die Schließung des Grevener Regionalairports gefordert. Diese Argumentation greift nach Ansicht der FDP-Kreistagsfraktion zu kurz. Der Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Streich: „Die Schwierigkeiten des FMO haben vielschichtige Ursachen, vorwiegend sind sie aber durch die Coronasituation geprägt, die nunmehr schon neun Monate lang die Entwicklung am Flughafen massiv behindert. Bis zum Auftreten der Pandemie war der FMO auf einem guten Weg. Es war für die kommenden Jahre eine deutliche Erholung zu erwarten. Der Flughafen ist richtig positioniert und die Unterstützung ist gut angelegtes Geld.“ Die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Wiebke Reerink aus Hopsten, sagt: „Den FMO nur auf seine Position als Startpunkt in den Urlaub zu reduzieren, ist nur ein Teil der Wahrheit. Der Airport ist auch als Wirtschaftsfaktor für die Firmen in der Region bedeutsam. Er ist wichtig als Drehscheibe zum Weltmarkt. Insofern ist auch der Blick auf die 400 Angestellten, die direkt am FMO arbeiten zu eng. Allein im FMO-Park gibt es mehrere Tausend Arbeitsplätze, der FMO erwirtschaftet eine Steuerleistung von 32 Mio. Euro jährlich.“ Die Gefährdung der Existenz des Flughafens zum jetzigen Zeitpunkt bedeute auch eine Gefährdung dieser Arbeitsplätze und die Minderung der Steuerleistung der Firmen. Dies würde zum Abzug von Firmenstandorten am FMO führen. Gleichwohl verfolge die FDP-Fraktion im Steinfurter Kreistag die wirtschaftlichen Entwicklungen am Flughafen aufmerksam. Derzeit, so Hans-Jürgen Streich abschließend, gebe es aber überhaupt keinen Grund, von der bisherigen Unterstützung für den gesamten Flughafenstandort abzurücken.

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