Digitale Offensive

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Die Notwendigkeit von Homeoffice Tätigkeit während der derzeitigen Corona-Pandemie hat Defizite in Bezug auf die digitale Ausstattung von Mitarbeitern der Kreisverwaltung sowie organisatorische Defizite offengelegt, die eine Tätigkeit im Homeoffice behindern. Gleichzeitig gilt für die Modernisierung des Kreisverwaltung eine Digitalisierungsoffensive und ein digitaler Masterplan. Wir FREIEN DEMOKRATEN fordern, dass für die Kreisverwaltung eine Bestandsaufnahme bezüglich der digitalen Mitarbeiteraustattung vorgenommen wird und die Ergebnisse schriftlich bis zu den Sommerferien vorzulegen. sind. Dabei sind folgende Schritte zu berücksichtigen:

  1. Wie ist die aktuelle Bestandssituation?
  2. Wie sollte die aktuelle Bestandssituation zum jetzigen Zeitpunkt gemäß             Masterplan Digitalisierung sein?
  3. Sind diese Ziele erreicht?
  4. Wenn nein, was behindert die Zielerreichung
  5. Ist die digitale Ausstattung vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus der Coronakrise ausreichend oder muss nachgesteuert werden?
  6. Wie sieht die Zeitschiene für die Nachsteuerung aus unter der Berücksichtigung einer möglichst umgehenden Nachrüstung?
  7. Welche Kosten entstehen dadurch außerplanmäßig?
  8. Ist die Digitalausstattung der Kreisverwaltung einheitlich und aktuell in Bezug auf
    1.          Die Hardware
    1.          Die Software der Betriebssysteme?

Wir regen dazu an, in Form von verpflichtenden Schulungen für die Mitarbeiter die Kenntnisfelder 

  • Wissen und Kompetenzen,
  • Qualifizierung der Lehrkräfte,
  • Digitale Infrastruktur und ihre sichere Nutzung

zu erweitern

Sowohl für die Qualifizierung der Mitarbieter als auch für die infrastrukturelle Ausstattung ist der Kreis Steinfurt als Verwaltungsbehörde in der Pflicht. Zu Berücksichtigen sind dabei die Ausstattung in den Feldern

  • IT-Grundstruktur,
  • Digitale Arbeitsgeräte,
  • behördengebundenen mobilen Endgeräte (insbesondere Laptops, Notebooks und Tablets).

Wir FREIEN DEMOKRATEN fragen konkret:

  1. In welchem Maße ist das digitale Arbeiten in der Verwaltung verankert und vor Ort möglich?
  2. Wie weit wurden die Förderprogramme des Landes bezüglich der Anschaffung von Hard- und Software ausgeschöpft?
  3. Welche Notwendigkeiten sehen die einzelnen Abteilungen der Kreisverwaltung und wie weit geht die Akzeptanz der Mitarbeiter?
  4. Wie weit wurde die Pflege der Hardware durch sachverständiges Personal  ermöglicht bzw. sichergestellt? Ist der Support durch die KAAW unter den derzeitigen Bedingungen ausreichend? Wie sieht der Support im Detail aus?
  5. Speziell für die Kooperation der Verwaltungen in den Münsterlandkreisen und der Stadt Münster: Gibt es Vereinbarungen mit den jeweiligen Behörden?
  6. Sind die Defizite der finanziellen Benachteiligung des Münsterlands und seiner Kreise aus vorherigen Jahren ausgeglichen oder besteht weiterer Nachhol- und Förderungsbedarf durch die Landesregierung?

Die FREIEN DEMOKRATEN erwarten von der Kreisverwaltung erste Vorschläge für Maßnahmen, um das digitale Arbeiten in der Kreisverwaltung zu verbessern und Defizite im Interesse unserer Bürger zu beheben. Wir FREIEN DEMOKRATEN erhoffen uns, gemeinsam mit allen Fraktionen und Gruppen des Kreistages, die Aufhebung der erkannten Defizite und Mängel umzusetzen. Die Neuausrichtung von E-Governance im Sinne der Digitalisierung und Neustrukturierung von Verwaltungstätigkeit erscheinen nach den Erfahrungen aus der Coronakrise zeitnah geboten.

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