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Die FDP im Steinfurter Kreistag informierte sich vor Ort über die Situation am Flughafen Münster/Osnabrück in Corona Zeiten. In einem Gespräch mit dem Geschäftsführer des FMO, Prof. Dr. Schwarz, wurden die aktuelle wirtschaftliche Situation und die Folgen der Coronapandemie für die Zukunft des Flughafens ausführlich erörtert. Dabei wurde deutlich, dass durch die Pandemie ein massiver Einbruch der Fluggastzahlen eingetreten ist, mit einer Reduktion um mehr als 50% im Vergleich zu den Zahlen von 2019 ist zu rechnen. Auch die wirtschaftliche Erholung von diesem Rückschlag wird einige Jahre in Anspruch nehmen.

Dies sollte aber nach gemeinsamer Auffassung der Gesprächsteilnehmer nicht das automatische wirtschaftliche Ende des FMO bedeuten. Immerhin ist der Flughafen mit mehr als 3000 direkt und indirekte beschäftigten Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Region und mit einem Steueraufkommen von jährlich mehr als 30 Mio Euro auch einer der größten Steuerzahler. Prof Schwarz verwies dabei auch auf die positiven Entwicklungen der Fluggastzahlen vor dem Coronaeinbruch, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13% angestiegen waren. Damit war der FMO der Airport mit den größten Zuwachsraten in Deutschland. Er skizzierte die wirtschaftlichen Kompensationsmöglichkeiten der aktuellen Verluste und auf die möglichen Verlustabschreibungen über einen Zeitraum von 50 Jahren. Dadurch würde das Schuldenvolumen überschaubar und auch zu bewältigen sein. Gleichzeitig sei die wirtschaftliche Situation im Vergleich zu den NRW-Mitbewerbern in Dortmund, Paderborn und Weeze keineswegs schlechter.

Für die Zukunft ist Entwicklungspotential weiterhin am ehesten im Linien- und Tourismusgeschäft zu erwarten. Schwarz verwies dazu auf den vorsichtigen Beginn der Lufthansa Linienflüge und auch auf die Öffnung des europäischen Tourismusmarktes, so dass er in die zweite Hälfte des Jahres vorsichtig optimistisch  blicke.

Die FREIEN DEMOKRATEN sicherten ihm dazu ihre Unterstützung und Rückendeckung zu. Sie setzen unverändert auf den Flughafen als einen der Bausteine für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region. Dies ist auch Bestandteil des FDP Programms für die Kommunalwahl. Hier schreibt die FDP dem Flughafen eine wesentliche Rolle nicht nur für die Wirtschaftsentwicklung des Münsterlandes zu, sondern auch für die Entwicklung der benachbarten Regionen in der Twente und in Niedersachsen.

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